Samstag, 20. August 2016

Der Strand der Dinge


Am 19.8.2016 war mal wieder Usedom mit seinen Kaiserbädern ein Thema in der Süddeutschen Zeitung.
In der Reportage zur Deutschlandreise wird ein guter Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Seebäder gegeben. 
Die Villen spielen natürlich eine ganz besondere Rolle und die eine oder andere Anekdote ist auch mit dabei.
(Fotos: Volker Knuth/Rhino Verlag/Grünes Herz Verlagsgruppe; SZ-Grafik)


Mittwoch, 10. August 2016

Perser von der Ostsee

Not macht auch in Vorpommern erfinderisch: "Der Wiener Textilkünstler Rudolf Stundl (1897-1990) hat während der Weltwirtschaftskrise den verarmten vorpommerschen Fischern die Teppichknüpferei als Nebenerwerb beigebracht. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein für diese Region einmaliges organisiertes Handwerk. Die als Idyll und in harmonischer Ursprünglichkeit erlebte Küstenlandschaft Vorpommerns wurde für den Österreicher und viele Knüpfer zur Quelle auf der Suche nach Mustern. Fische, Wellen, Anker, Möwen und die Stranddiestel dienten als einzigartige Ornamente und machten die Freester Teppiche unverwechselbar. Die Textilien wurden in der DDR wegen ihrer guten Qualität und der hohen Strapazierfähigkeit auch „Perser von der Ostsee“ genannt.
Aufgrund der langjährigen Verbundenheit des Wahlpommern Rudolf Stundl mit der Universität Greifswald überließ er 1990 den gesamten künstlerischen Nachlass der Hochschule. In 2008 hat die Kustodie der traditionsreichen Alma Mater erstmalig Stundls vollständige Sammlung im Hauptgebäude der Universität der Öffentlichkeit präsentiert und ein Ausstellungskatalog herausgegeben." (©Text Uni Greifswald)
Zu Ehren von Rudolf Stunde wurde eine Rudolf Stunde Stiftung an der Uni Greifswald ins Leben gerufen.
In der Heimatstube Freest kann man einige Exemplare dieser „Freester Fischerteppiche“im Original bewundern.

Wenn man heute bei den fliegenden Händlern auf den lokalen Ortsfesten vorbei geht meint man einige dieser Motive auf den "Ethno"-Textilien wieder zu erkennen, wie das Photo links von den diesjährigen Kaisertagen in Heringsdorf zeigt.







Samstag, 30. Juli 2016

Artgerechte Spielzeug- und Tierhaltung in Strandkörben

Immer wieder kann man leider am Strand beobachten, dass Spielzeug und Tiere nicht artgerecht über Nacht in den Strandkörben gehalten werden. Ein Problem, dem sich noch keine Interessengruppe angenommen hat, zunehmend aber auf internationales Interesse stösst.

Die minimalistische Version, 
die auch einer Isolationshaft des Spielzeuges entspricht, 
sieht sie folgt aus:

In diesem Strandkorb vereinsamt Spielzeug zwar nicht, 
ist aber noch sehr strukturiert platziert 
und damit in seinen Bewegungsmöglichkeiten 
doch sehr eingeschränkt:

Und hier ein krasser Fall von völlig falscher Tierhaltung. 
Völlig eingeengt und ohne Empathie einfach in den Strandkorb gesperrt:

Am Schluss noch ein gutes Beispiel artgerechter Haltung. 
In Freiheit und nur von den Gezeiten bedroht, 
kann dieser Bagger in der Dämmerung und über Nacht 
sein Tagwerk völlig ungestört verrichten:  

Freitag, 29. Juli 2016

Die Suche hatte bei(m) Emu ein Ende

Beim Möbelhersteller emu haben wir jetzt nach langer Suche die passenden lounge-chairs für die LOGGIA gefunden. Sie sind aus der Serie Kira, die letztes Jahr vorgestellt wurde.
Gestaltet wurde sie übrigens von Christophe Pillet, der schon mehrere Objekte für emu erarbeitet hat. Daneben hat er bereits auch erfolgreich für Lacoste, Triade und Capellini gearbeitet. (© Photos emu)

Montag, 18. Juli 2016

Einmal waschen und trocknen, bitte!

Für das Bad in der LOGGIA haben wir ein Produkt aus Ost-Westfalen ausgesucht: einen Wasch-Trockner von Miele. Damit hat man "Alles in Eins" und nicht zwei Geräte im Weg stehen. Das Vorgängermodell unserer Machine hat mit "gut" bei Stiftung Warentest abgeschnitten. Da wird unser neues Modell nicht schlechter sein.
Jetzt brauchen Sie auch weniger im Koffer mit nach Heringsdorf nehmen, da der kleine Helfer Ihnen freudig die Wäsche macht. Und dies in sehr guter Qualität, wie wir uns selbst überzeugen konnten. Die Maschine ist äusserst leise, so dass weder Sie noch die Nachbarn gestört werden.
Nur bitte auch einmal in die Kurzanleitung schauen, damit man die vielen Möglichkeiten auch wirklich nutzen kann.





Dienstag, 12. Juli 2016

Die LOGGIA und der Jazz

Bei der Auswahl neuer Handtücher für die LOGGIA sind wir diesmal bei Missoni fündig geworden. Bei uns zu Hause sind Missoni Hand- und Badetücher im Dauereinsatz. Das Muster für die LOGIA heisst JAZZ und passt sehr gut zur Innengestaltung. Kaum hatten wir die neuen Garnituren geordert, da legte die Konkurrenz schon nach: Streifen wohin man blickt - wenn man denn schaut! Aber gut, dann liegen wir ja gar nicht falsch mit unserer Auswahl.






Donnerstag, 9. Juni 2016

Usedom in Motion Pictures

Der Fotograf Jan Kuba hat sich eine etwas andere Art ausgesucht um die Schönheit der Insel Usedom darzustellen. In seinem Video hat er eine grosse Anzahl von Einzelfotos verarbeitet und damit eine sehr spezielle Dynamik erzeugt. Einfach einmal anschauen.



Mittwoch, 18. Mai 2016

7 Malen mal wieder am Meer

Sigurd Wendland hat es auch dieses Jahr wieder geschafft interessante nationale und internationale Kunstschaffende nach Heringsdorf in die Villa Irmgard zu bringen.

Folgende Malerinnen und Maler sind nominiert:
Sibylle Bross, Stuttgart
Carlos Farinha, Lissabon
Clemens Kindermann, Wien
Jörg Menge, Falkensee
Pat Noser, Biel/Bienne
Sigurd Wendland, Berlin 
Alex Zwalen,
Zürich
Die literarische Begleitung des Kleinairs erfolgt durch Arnulf Rating

Folgende Termine liegen schon fest:
Am 29. Mai um 17 Uhr im Museum Villa Irmgard, Heringsdorf erfolgt die Vernissage mit der Eröffnungsrede von Arnulf Rating und musikalischer Begleitung von Thomas Puttenden.
Vom 30. Mai bis 17. Juli 2016 ist der Zeitraum der Ausstellung der entstandenen Bilder im Museum Villa Irmgard in Heringsdorf.

Es gibt auch (hoffentlich) wieder ein Bildband mit den entstandenen Werken. 


Post(kasten) Strandkorb

Die Deutsche Post hat angesichts sinkender Volumina bei der Briefbeförderung - bedingt durch den vermehrten Einsatz neuer Kommunikationsmedien wie email  -beschlossen, die Bürger wieder vermehr zum Schreiben von Briefen zu ermutigen.
Als erster Schritt wurden jetzt am Saisonanfang am Strand von Heringsdorf spezielle Strandkörbe aufgestellt, in denen man in Ruhe Briefe schreiben kann und die dann auch gleichzeitig als Briefkasten dienen. Dort eingeworfene Post wird kostenlos befördert, wenn es sich denn um persönlich geschrieben Briefe für Adressaten im privaten Umfeld handelt. Bei Erfolg soll dieses Projekt nach der Pilotphase in den Dauerbetrieb gehen.
(Schön wäre es schon, wenn diese Geschichte wahr wäre.
Aber vielleicht liest es ja jemand von den Postverantwortlichen...)

Es geht wieder los - Theater in Heringsdorf

Das Zelt ist aufgebaut und das Programm steht: Das "Chapeau Rouge" lädt wieder ins Theater ein!
Eröffnung der Saison ist ist am 28. Mai. Das Programm ist wieder bunt gemischt und für jeden dürfte etwas dabei sein. Es dürfte also keine Langeweile in Heringsdorf aufkommen.

Samstag, 23. April 2016

Barista LOGGIA

Wir haben die klassische Kaffeemaschine in der LOGGIA in den Ruhestand verabschiedet und durch eine Nespresso Maschine ersetzt. Da dieses System sich bei uns im (hektischen) Büroalltag und auch zu Hause (in Ruhe) bewährt hat, möchten wir es nicht mehr missen.
Und seitdem Drittanbieter auch kompatible Kapseln vertreiben gibt es jetzt auch überall Nachschub - auch/selbst in Heringsdorf und Ahlbeck.
Natürlich haben wir für die hard-core "Handfilterer" ein Alternative parat: Ein CHEMEX (siehe Bild) steht zum genussvollen Kaffe bereiten zu Verfügung und die STELTON Kanne freut sich auf das Warmhalten. Zum Reinigen lässt sich übrigens das Band lösen und der Holzgriff abnehmen. Dann passt das CHEMX Glas auch gut in die Spülmaschine.
So müsste eigentlich an alle Geschmäcker gedacht worden ein. Und im Urlaub bitte keinen Kaffee mehr "einfach so aus der Maschine".

Mittwoch, 18. November 2015

Neun Produkte und ein Ostsee-Menü … Danja Monjes ganz persönliches “Kochduell”

Danja Monje aus Köln ist eine Food-Bloggerin die mit Feinkostpunks.de einen wirklichen guten blog führt.

Jetzt hat sie sich etwas besonderes ausgedacht - siehe Überschrift.

Zitat aus ihrem blog:
"Vor einigen Wochen flatterte eine sehr schöne Idee des Shops Ostsee24 bei mir ins Haus: Sie suchen Blogger, die zu Produkte aus Ostseemanufakturen ein Rezept entwickeln, das sie veröffentlichen dürfen. Nun… es ist wahrscheinlich ein offenes Geheimnis, dass man als Foodblogger öfter mal auf solche Kooperationen angesprochen wird von einem unverbindlichen “ich schick Dir mal was Leckeres und mich interessiert Deine Meinung” bis “ich hab hier einen fertigen werblichen Artikel, kann ich den bei Dir einstellen?” ist da alles dabei. Das meiste lehne ich jedoch ab, weil es mir wichtig ist, dass ich nur über Produkte schreibe, die ich selbst probiert habe und von denen ich möchte, dass ihr sie kennen lernt, weil sie mir so gut gefallen.

Hier aber war meine Neugierde sofort geweckt, denn ich komme ursprünglich aus dem Norden unseres Landes (wenn auch aus Richtung Nord- und nicht Ostsee) und hatte tierisch Lust, die Produkte auszuprobieren. Also: klar, hier, ich bin dabei!

Die Aufgabe war eigentlich, sich ein oder mehrere Produkte herauszusuchen für ein Rezept…aber das fand ich langweilig. Weshalb nur ein Produkt, wenn man doch einen ganzen Korb voll hat? Ich habe mir deshalb von Anfang an vorgenommen, ein ganzes Menü mit den Sachen zu kreieren…mit ALLEN Sachen, komme was wolle. Entsprechend aufgeregt war ich also, als die Kiste eintrudelte. Wollt ihr mit mir nochmal in Gedanken auspacken? Alles klar, los gehts!...."

Die Zutaten sind:
1. Sanddorn-Fruchtaufstrich aus Kühlungsborn
2. Cremiger Honig aus Waabs bei Eckernförde
3. Ostsee-Salz aus einer Manufaktur in Kiel
4. Rapsöl aus Rothenkirchen
5. Marzipan-Bruch-Rohmasse aus dem Lübecker Marzipan-Speicher:
6. Kaffee (Monopol No 4, natürlich nicht an der Ostsee angebaut, aber dort geröstet)
7. Baltic Stout – Rügener Bier
8. Gemahlener Leinsamen der Ostseemühle aus Langenhanshagen:
9. Störtebecker-Senf (ist ein grober, scharf-fruchtiger Senf)

Was sie daraus gemacht hat sehen sie hier:



Vorspeise: (siehe Photo): Ziegenkäsebonbon mit Rosmarin-Knobi-Honigsirup, dazu ein Mini-Surf ‘n’ Turf auf Rahmschaum und ein Salätchen als “Raumtrenner”

Hauptgericht: Ostsee-Kibbeling aus Kabeljau-Loins im Bierteig, dazu gab es eine leichte Sanddorn-Remoulade und norddeutsche Sahnekartoffeln

Dessert: Marzipan-Panna Cotta mit marinierten Gewürzorangen und einem Haselnuss-Leinsamen-Schnittchen

Die Rezepte (und viel mehr) gibt es hier

Freitag, 13. November 2015

Usedomer Musikfestival auf NDR Kultur

Für alle, die das Usedomer Musikfestival in 2015 leider nicht live erleben konnten hier die Sendetermine auf NDR Kultur:

15. November 2015, 22 - 24 Uhr
NDR KULTUR - SOIRÈE
Aufzeichnung vom 19. September 2015 aus der historischen Turbinenhalle des Kraftwerks Peenemünde
ERÖFFNUNGSKONZERT
Baltic Sea Youth Philharmonic
Kristjan Järvi (Dirigent)
Pauli Kari (Pianist)

Carl Nielsen: Eine Fantasiereise zu den Färöer-Inseln 
Severi Pyysalo: GREEN Concerto für Klavier und Orchester (Uraufführung) 
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52 
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5. Dezember 2015, 19 - 20 Uhr
NDR KULTUR - GLOCKEN UND CHOR
Aufzeichnung vom 20. September 2015 aus der Ev. Kirche in Krummin
SCHNEEHELLER GESANG
Die Gesangssolisten von Lumen Valo mit geistlichen Liedern aus der Sammlung „Piae cantiones” (Greifswald,1582) sowie finnischen Gesängen des 16. Jahrhunderts und Chormusik von Komulainen, di Lasso, Schütz, Rheinberg, Rachmaninow, Sidoroff und Pärt
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13. Dezember 2015, 22 - 24 Uhr
NDR Kultur - SOIRÈE
Aufzeichnung vom 17. September 2015 aus dem Sendesaal des NDR in Hannover
KONZERT DES BALTIC SEA YOUTH PHILHARMONIC
Mit Werken von Saint-Säens, Kilar, Pärt, Rimski-Korsakow und Kalnins.
Hyeyoon Park (Violine)
Baltic Sea Youth Philharmonic
Kristjan Järvi (Dirigent)
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24. Januar 2016, 22 - 24 Uhr
NDR KULTUR - SOIRÈE
Aufzeichnung vom 9. Oktober 2015 aus der Ev. Kirche St. Petri in Wolgast
WEISSE NÄCHTE
SIGNUM saxophon quartet mit Werken von Jean Sibelius, Alexander Glasunow, Sergej Rachmaninoff und George Gershwin
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28. Februar 2016, 22 - 24 Uhr
NDR KULTUR - SOIRÈE
Aufzeichnung vom 10. Oktober 2015 aus dem Kaiserbädersaal des Hotels Maritim in Seebad Heringsdorf
FESTLICHE TANGO-GALA
Das Tango-Orchester Guardia Nueva unter der Leitung von Raimo Vertainen mit finnischem Tango und Werken von Richard Galliano, Toivo Kärki, Astor Piazzolla u. a.

Freitag, 23. Oktober 2015

Warum die Loggia keinen Kamin hat

Wir wurden jetzt des öfteren darauf angesprochen, warum die Loggia denn keinen Kamin habe. Es gäbe doch jetzt die Ethanolkamine, die man gut nachrüsten könne. Dazu im folgenden ein Bericht aus dem österreichischen "Der Standard":

Studie: Ethanolöfen oft gesundheitsschädlich
Ethanolöfen werden als Kamin-Ersatz in Österreich immer beliebter. Eine im Auftrag des Umweltministeriums durchgeführte Studie der IBO Innenraumanalytik zeigte nun, dass diese Öfen gesundheitsschädlich sein können und Wohnräume massiv verunreinigen, hieß es in einer Aussendung. Die Benzolkonzentration erreiche etwa Werte, "wie man sie nur an Tankstellen messen kann".
Im Gegensatz "zu den Beteuerungen der Hersteller und Verkäufer" würden laut IBO Innenraumanalytik von den Öfen nicht nur Wasserdampf und Kohlendioxid, sondern in großem Ausmaß "krebserzeugende Stoffe wie Formaldehyd und Benzol freigesetzt". "Weiters werden weitere gesundheitsschädliche Verbrennungsprodukte wie Feinstaub und Stickoxide erzeugt", kritisierten die Experten.
Die Untersuchung zeige zudem, dass die von der WHO publizierten Richtwerte auch unter sehr günstigen Lüftungsbedingungen vor allem von größeren Öfen deutlich überschritten werden. "Es ist daher davon auszugehen, dass die derzeit am Markt befindlichen Öfen die für einen unbedenklichen Betrieb in Innenräumen erforderlichen Sicherheiten in Bezug auf Emission von Schadstoffen an die Innenraumluft nicht erfüllen", schrieben die Studienautoren. In den Produktinformationen und Websites der Verkäufer derartiger Öfen "werde hingegen durchwegs in grob irreführender Weise behauptet, dass der Brennstoff 'rückstandslos' zu 'heißer Luft' beziehungsweise nur zu Wasserdampf und Kohlendioxid verbrennt".
Die IBO Raumanalytik forderte, dass bis zur Feststellung des Nachweises der Unbedenklichkeit, der Handel mit Zimmeröfen ohne Abzug an Konsumenten einzustellen ist, wenn nicht auf der Verkaufsverpackung und in der Beschreibung in unmissverständlicher Form darauf hingewiesen wird, dass das Produkt für Innenräume aus gesundheitlichen Gründen ungeeignet ist. "Das Verkaufspersonal ist ebenfalls davon in Kenntnis zu setzen, sodass diese Information schon vor dem Kauf dem potenziellen Käufer mitgeteilt wird", urgierten die Experten. (APA, 14.10.2015)

Dienstag, 22. September 2015

Kölner Künstler verlegt Stolpersteine

Wenn man mal nicht schlafen kann und im Internet surft, dann findet man oft interessante Meldungen wie diese aus der Ostsee-Zeitung vom 22.10.2014:

"Gunter Demnig ließ am Mittwoch sieben Gedenktafeln in Heringsdorf ein. Sie erinnern an ermordete Juden in dem Kaiserbad. Mehr als 48 000 Stolpersteine verlegte Gunter Demnig bislang - sieben von ihnen in der Heringsdorfer Friedensstraße. Nun ist auch das Kaiserbad ein Teil vom weltweit größten dezentralen Mahnmal, das auf die Deportationen von Juden und Homosexuellen im Zweiten Weltkrieg hinweist. Am Mittwochmorgen ließ der Kölner Künstler die Gedenktafeln in den Bordstein vor den einstigen Wohnhäusern der Familien Saulmann und Pörutz ein. 95 Prozent aller Steine verlegte Demnig eigenhändig. Bürgermeister Lars Petersen (Parteilos): „Ich hoffe, dass die Steine die Ehrung erfahren, die sie verdienen.“ (Text von Carolin Riemer)"

Beim nächsten Besuch in Heringsdorf werde ich sicherlich mit suchenden Augen durch die Friedensstraße gehen, um diese Stolpersteine zu finden.

Sonntag, 20. September 2015

Die LOGGIA im Fernsehen und warum es jetzt "Bresse Hühner" auf Usedom gibt

Der NDR hat sich im Rahmen seiner Reihe Landpartie der Bäderarchitektur an der Ostsee auf Rügen und Usedom angenommen.
Dabei wurde natürlich auch die Villa Hintze mit Schwenk auf die LOGGIA als ein besonderes Beispiel der Gestaltung und Farbgebung erwähnt.
In der leider nur mittelmässigen Sendung wurde zwar mehr über Rügen als über Usedom berichtet, aber ein Hinweis - neben dem zur Villa Hintze natürlich - war schon interessant: Auf Gut Thurbruch in Labömitz auf Usedom werden "Bresse-Hühner" gezüchtet - und dies unter der Idee der "Zweitnutzungshühner"!
Aus dem Infoblatt zur Sendung: "Auf Gut Thurbruch war zu DDR Zeiten eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft untergebracht. Schon kurz nach der Wende wurde der Betrieb auf ökologische Produktion umgestellt. Das Hühner-Projekt entstand in Kooperation mit der Initiative „ei care“ (www.aktion-ei-care.de). Das Ziel: Legehennen und Masthähnchen werden aufgezogen und wirtschaftlich genutzt. Das gelingt unter anderem durch die Rückbesinnung auf traditionelle Hühnerrassen, die zum Zweinutzungshuhn taugen. Auf Gut Thurbruch ist das die Rasse „Les Bleues“. Die ist von der Genetik her identisch mit dem „Bresse-Huhn“, das in Frankreich als Delikatesse gilt."
Kontakdaten sind: Gut Thurbruch, Am Heidberg 2,17429 Labömitz auf Usedom
Tel.: (038379) 2 02 01 E-Mail: gut.thurbruch@t-online.de www.gut-thurbruch.de

Sonntag, 13. September 2015

Sonderauktion Franz Theodor Schütt




Am 7. Oktober 2015 findet im Koserower Kunstsalon eine Sonderauktion mit Werken von Franz Theodor Schütt (1908 Stettin – 1990 Wiesbaden) statt.
Der Sohn des pommerschen Malers und Kunstschullehrers Franz Friedrich Christian Schütt (1874-1962) wurde 1908 in Stettin geboren. Durch den Vater erhielt er auf den Gebieten der Malerei und Zeichnung eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Stettin, wo er von 1925 bis 1929 bei Kurt Schwerdtfeger auch Bildhauerei und Keramik studierte. Von 1929 bis 1931 studiert er Innenarchitektur in Stettin und München. Ab 1931 ist er als freischaffender Künstler in Stettin tätig. Anregung erfährt er durch den Verismus eines George Grosz, Otto Dix oder Rudolf Schlichter. In der Folge entwickelt er einen primär zeichnerischen Stil und zählt zu den wichtigen Vertretern der Neuen Sachlichkeit. 1934 stellt er mit Max Pechstein, Willy Jaeckel und Kurt Schwerdtfeger in Köslin/Pommern aus, die Ausstellung wird jedoch aus politischen Gründen geschlossen. Von 1937 bis 1940 lebt er in Danzig. Die Flucht nach Brasilien scheitert im letzten Moment, es folgen Kriegsdienst und Gefangenschaft bis 1947. Sein gesamtes Vorkriegswerk (ca. 1000 Arbeiten) wird bei einem Bombenangriff auf Stettin 1943 vernichtet. Von 1947 bis 1950 lebt er in Frankfurt/Main, den Rest seines Lebens verbringt er in Wiesbaden. Er engagiert sich in starkem Maße kulturpolitisch und zählt u.a. zu den Vätern der Künstlersozialversicherung. Von 1971 bis 1978 erhält er einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Er erfährt Anerkennung durch Auszeichnungen und Einzelausstellungen, seine Werke sind in zahlreichen Museen vertreten. Der überwiegende Teil des erhaltenen künstlerischen Nachlasses befindet sich im Pommerschen Landesmuseum Greifswald.

Koserower Kunstsalon, Karlstrasse 3, 17459 Kosewort
Vorbesichtigung: 3. Okt. - 16. Okt. 2015 tgl. 10 - 18 Uhr oder nach Absprache
Nachverkauf: 18. Okt. - 23 Okt. 2015 täglich 10 - 18 Uhr oder nach Absprache
Katalogbestellung unter: 038375-24054 bzw. per Email: ralf.waschkau@t-online.de
Internetkatalog ab Mitte September 2015 unter: www.pommersche-kunstauktion.de

Usedomer Maler - Die Würde des Lebendigen

Die zweite Auflage von "Die Würde des Lebendigen" über Usedomer Malern von Jürgen Lüder gen. Lühr ist jetzt erschienen. Im Vergleich zur ersten Auflage, die in der LOGGIA ausliegt, hat Jürgen Lühr den Inhalt aktualisiert und den Umfang erheblich erweitert. Damit ist es jetzt eher ein profundes Nachschlagewerk denn Urlaubslektüre geworden. Urteil: Für wirklich Interessierte unverzichtbar. Der Preis von 89 Euro ist angesichts des Umfanges angemessen.

Aus dem Klappentext:
"Licht und die Landschaft am Meer zogen schon die Maler des 19. Jahrhunderts an die Ostseeküste und vor allem auf die Insel Rügen – allen voran die Romantiker. Die Maler des 20. Jahrhunderts hingegen fanden auf Usedom neue, assoziationsfreie Motive und den Spielraum für ihre gestalterische Fantasie.
Drei Künstlergenerationen lebten und wirkten im 20. Jahrhundert auf der Insel, einige finden dort bis heute ihren Resonanzraum. Zu den Gründern der Usedomer Malerei gehören Otto Niemeyer-Holstein, Otto Manigk, Herbert Wegehaupt. Ihnen folgten unter anderem Joachim John, Sabine Curio, Volker Köpp sowie die Söhne Oskar Manigk und Matthias Wegehaupt. Der Band stellt die wesentlichen Entwicklungen und kunsthistorischen Hintergründe der Malerei auf Usedom vor und zeichnet ein einzigartiges Bild von einer Kunst, die sich – weitab von den großen Zentren Europas – in ihrer Wirkungskraft und Bildfindung einen eigenständigen Platz in der deutschen Kunstgeschichte erobert hat."

7 malen am Meer - Die temporäre Künstlerkommune am Meer in Heringsdorf

In diesem Jahr fand in Heringsdorf zum elften Mal das Kaiserbäderepleinair „7 MALEN AM MEER” statt.
Entstanden aus einer Idee des Berliner Malers Sigurd Wendland in Zusammenarbeit mit der stellvertretenden
Kurdirektorin Dr. Karin Lehmann entwickelte sich dieses Projekt mit den Jahren zu einem Publikumsliebling.
7 MalerInnen malen 7 Tage in Heringsdorf ohne thematische Vorgaben aber pleinair (Freiluft), im Heringsdorfer Museum Villla Irmgard liebevoll betreut und ausgerüstet mit Hotelzimmer, Kurkarte und einem Fahrrad.
Die historische Villa Irmgard wird in eine Malkommune verwandelt, wo die Künstler gemeinsam arbeiten, leben und kochen. Das Museum steht in dieser Zeit jedem Besucher offen, die Künstler beim Schaffen zu beobachten und zu befragen.
2006 wurde auch schon einmal die Villa Hitze künstlerisches Objekt dieses Geschehens. 
In all den Jahren war das eine Woche des intensiven Malens, in der bis zu 80 Gemälde entstanden, die anschließend in einer Ausstellung der nassen, frischen Gemälde im Museum Villa Irmgard Heringsdorf zu sehen waren. Alles immer dokumentiert in einem umfangreichen gebundenen Katalog.
Danach ging diese Ausstellung alljährlich nach Hamburg in die Galerie Rose und nach Berlin in die Kommunale Galerie. An beiden Orten war „7 Malen am Meer” die bestbesuchte Ausstellung des gesamten Jahres. 2010 wanderte diese Ausstellung noch nach Münster und 2012 nach Amsterdam.
Alljährlich wählt eine Jury 7 Künstler aus den Bewerbungen aus. Kriterium ist die malerische Qualität, Professionalität und die Voraussetzung, dass die Künstler draußen zwischen den Badegästen malen können.
Die Teilnehmerliste der vergangenen Jahre und die jeweiligen Kataloge mit Gemälden sowie Situationsfotos
der „KunstKommune” findet man unter www.7malenammeer.de
Der Künstler ist oft ein zurückgezogenes Einzelwesen, wird hier aber zur permanenten Präsens und
Kommunikation gezwungen, zu einer Ausnahmesituation, die sich im Schaffen widerspiegelt.
Selten arbeiten die Maler derart intensiv, schaffen so viele Werke in so kurzer Zeit, wie unter Pleinairkommunebedingungen.
Einige diskutieren bis spät nachts, andere testen früh morgens die Wassertemperatur beim Schwimmen aber das gemeinsame Malen, Essen und Trinken, Diskutieren und Ausstellen sind kollektive Erlebnisse für die Künstler und das Publikum.

Samstag, 15. August 2015

Poetry Slam in Heringsdorf

Und da sag noch einer in Heringsdorf ist nichts vernünftiges los.
Zum vierten Mal gab es nun schon den Poetry Slam organisiert von Dominik Bartels und Claudia Pautz. Uns hat es jedenfalls sehr viel Spass gemacht im Kaiserbädersaal die Slammer live zu erleben.


Die "Ostseezeitung" titelt dazu am 10.8.2015: "Poetry Slam endgültig auf Usedom angekommen. Die Veranstalter sind zufrieden mit der großen Resonanz. Mehr als 300 Gäste erleben am Ende Paul Weigl, deutscher Vize-Meister 2014, als Sieger" - Na, das klingt doch gut!

Freitag, 14. August 2015

Unser Nachbar Lionel Feininger

Was wir auch noch nicht wussten ist, dass Lionel Feininger einige Zeit in der Pension Zander, einem der Nachbarhäuser der Villa Hintze wohnte.
Wer Interesse an der Arbeit Feiningers in und auf Usedom hat und sein Schaffen verfolgen möchte, dem sei papileo.de empfohlen. Es beschreibt eine sehr schöne (Rad-) Tour durch Usedom bei der man viele Einblicke in sein Werk erhält.
Das Buch zur Tour "Papileo auf Usedom" liegt derweil schon einmal für Sie in der LOGGIA bereit.




Baltic Sea Youth Philharmonic eröffnet 22. Usedomer Musikfestival mit Weltpremiere des GREEN Concerto

Festivaleröffnung mit dem finnischen Pianisten Pauli Kari unter der Leitung von Kristjan Järvi am 19. September 2015

Mit der Weltpremiere des Klavierkonzerts eines finnischen Komponisten, gespielt von einem finnischen Klaviervirtuosen eröffnet das Baltic Sea Youth Philharmonic (BYP) den Finnlandschwerpunkt des 22. Usedomer Musikfestivals.
Gemeinsam mit dem Pianisten Pauli Kari, lassen die Musiker des BYP aus dem gesamten Ostseeraum unter der Leitung von Gründungsdirigent und künstlerischem Leiter Kristjan Järvi zum ersten Mal Severi Pyysalo’s GREEN Concerto erklingen. Der Konzertabend ist ein Höhepunkt des 22. Usedomer Musikfestivals und lädt im geschichtsträchtigen Ambiente des Kraftwerks Peenemünde auch ein, Werke von Jean Sibelius und Carl Nielsen zu erleben.

GREEN Concerto: Kraftvolle Anrufung der Natur und Achtung vor der Ostseere
„Das GREEN Concerto ist eine kraftvolle Anrufung der Natur. Dieses Werk lässt uns unsere Umwelt spüren. Außerdem hoffe ich, dass es uns in die Lage versetzt, unseren Sinn und Platz auf dieser Welt zu finden. Die Mission des BYP ist die reiche Musik der Ostseeländer in die Welt zu tragen. Mit jeder Aufführung eines neuen Werkes wächst damit unsere Liebe und Hochachtung für das Meer in unserer Mitte, für die Ostsee“, sagt Kristjan Järvi mit Blick auf das neue Werk. Das GREEN Concerto, stilistisch zwischen Jazz und den Kompositionen Igor Strawinskys angesiedelt, sei nicht nur eine musikalische und technische Herausforderung für Orchester, sondern auch für den Solisten, fügt sein Komponist Severi Pyysalo augenzwinkernd hinzu: „Der ökologische Fingerabdruck meines Konzerts mag vernachlässigbar sein, nicht aber die Schweißtropfen des, wie ich finde, überragenden Pianisten, Pauli Kari.“

September-Tour bringt Sound der Ostsee in Europas Konzertsäle
Mit seinen aufregenden Live-Auftritten verkörpert das Baltic Sea Youth Philharmonic gelebte Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. In diesem Jahr bringt das multinationale Orchester seine elektrisierenden Konzertprogramme u. a. in die Schweiz, nach Italien, Dänemark, Deutschland und Polen. Höhepunkte der über 9 Konzerte der Septembertour 2015 werden die Uraufführungen zweier brandneuer Werke von Komponisten aus der Ostseeregion sein: Zum einen des litauischen Komponisten und BYP- Alumnus Gediminas Gelgotas, zum anderen des finnischen Komponisten Severi Pyysalo. Ein besonderes Anliegen des Orchesters ist die Förderung und Aufführung von Werken und Komponisten aus der gesamten Ostseeregion.

Europäischer Kulturpreisträger 2015
Im Oktober wird das Baltic Sea Youth Philharmonic mit dem Europäischen Kulturpreis der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa ausgezeichnet. Mit dem Preis würdige man die herausragenden musikalischen Leistungen mit denen das Orchester seit Jahren junge Musiker aus der gesamten Ostseeregion mit Kreativität und Innovation zusammenführe und so die junge Musikszene entscheidend mit präge. Unter der Leitung von Kristjan Järvi sei das Baltic Sea Youth Philharmonic zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Jugendorchester Europas avanciert. Insbesondere die beispielgebende Leidenschaft mit denen die jungen Musiker, als Kulturbotschafter Europas weltweit mit ihren Auftritten ihr Publikum begeistern würden, fördere in besonderem Maße die kulturelle Verständigung in Europa und darüber hinaus, so die Jury.

Eine einzigartige Stimme aus dem Norden

Gegründet im Jahre 2008 als gemeinsame Initiative von Usedomer Musikfestival und der Nord Stream AG, vereint das Baltic Sea Youth Philharmonic Musiker im Alter von 18 bis 28 Jahren, die aus den zehn Ostseeanrainerstaaten stammen oder dort studieren. Jedes Jahr kommen sie für mehrere Arbeits- und Konzertphasen zusammen, um zu einem einzigartigen Klangkörper zu verschmelzen, der von gemeinsamer Tradition und von der Mannigfaltigkeit landestypischer Eigenheiten gleichermaßen geprägt ist – eine einzigartige Stimme der Region mit internationaler Perspektive. Mehr noch als ein Jugendorchester, ist das BYP ein Projekt für kulturelle und soziale Integra- tion sowie Zusammenarbeit in einer historisch geteilten Region.

Unser Backofen in der LOGGIA

In Nordafrika wird die Tagine oder Tajine gerne benutzt um mit kleiner Flamme langsam zu garen. Das geht natürlich auch gut im Norden Europas. Die Tagine hat aber auch die Funktion eines tollen Bräters oder "Mini-Backofens" in der LOGGIA.

Das Unterteil ist aus schwerem Gusseisen und eignet sich hervorragend zum Anbraten und Garen. Dabei stellt es alle Antihaft beschichteten Pfannen in den Schatten und lässt sich auch sehr gut in der Spülmaschine reinigen (Vorsicht: schwer!).

Das speziell geformte Oberteil wirkt aufgesetzt wie ein Backofen. Die Hitze zirkuliert und gleichzeitig bleibt das Essen saftig. Wir selbst braten z.B. Fleisch wie Lamm im Unterteil an und fügen später das in der Mikrowelle vorgegarte Gemüse oder Kartoffeln dazu und lassen dann mit aufgesetztem Oberteil kurz fertig garen. Das alles dauert dann nicht länger als 20 Minuten.

Sonntag, 6. Januar 2013

Ganz schön was los in 2013 auf Usedom!


20 Jahre Usedomer Musikfestival

Herzlichen Glückwunsch Thomas Hummel!!

Links ein Photo der "Baltic Youth Philharmonic"welches dieses Jahr von Kurt Masur und Kristjan Järvi dirigiert wird.

Das Büro des Festivals hat uns die Programmhighlights 2013 einmal zusammen gestellt:


Usedomer Musikfestival 2013

"2013 feiert das Usedomer Musikfestival sein 20. Jubiläum. Länderschwerpunkt des 20. Usedomer Musikfestivals vom 21. September bis zum 12. Oktober bildet „Estland“. Erstmalig erwarten Sie gleich vier große Peenemünder Konzerte. Als besondere Höhepunkte bestreitet drei davon eine der weltweit bedeutendsten Musikerfamilien unserer Zeit: die Järvis aus Estland. Die Dirigenten Neeme, Paavo und Kristjan Järvi sind bei den großen Orchestern und in allen großen Konzerthäusern der Welt zu Hause und bringen die musikalische Vielfalt Estlands auf die Sonneninsel Usedom. Neben diesen Künstlern erwarten Sie noch viele Andere, so auch weltweit renommierte Chöre, die einen Einblick in die große estnische Chortradition bieten:
der Schleswig-Holstein Festivalchor (23.8.2013),
der Estnische Philharmonische Kammerchor (27.9.2013) und
der Estnische Männerchor (3.10.2013).
Das Programm stellt außerdem vielfältige Bezüge zum Richard-Wagner-Jahr 2013 her. Estland ist schließlich auch der Ursprung der alt-germanischen „Edda“-Sagen.


Die Järvis

Besondere Akzente lassen im Jubiläumsjahr drei weitere Peenemünder Konzerte mit einer der weltweit renommiertesten Musikerfamilien erwarten: Die Järvis sind zu Gast auf Usedom.
Neben dem estnischen Komponisten Arvo Pärt ist Neeme Järvi der weltweit bekannteste estnische Künstler. Kein anderer Dirigent spielte so viele nordische Werke auf Tonträger ein. Gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester wird er zum Abschluss der Musiklandsaison MV zu erleben sein (12.10.2013). Sein ältester Sohn Paavo Järvi zählt zu den engagiertesten Dirigenten seiner Generation. Er ist Musikdirektor des Orchestre de Paris und des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks. In der nächsten Saison wird er Musikdirektor des Tokyo Symphony Orchestra. Als künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen bestreitet er ein großes Peenemünder Konzert (24.9.2013). Dann erklingen die Sinfonien Nr. 4 und Nr. 7 von Ludwig van Beethoven sowie bekannte Werke Arvo Pärts. Der 10 Jahre jüngere Kristjan Järvi, der in diesem Jahr sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab, eröffnet die 20. Saison des Usedomer Musikfestivals gemeinsam mit dem Baltic Youth Philharmonic.


Dirigentenlegende Kurt Masur

Kurt Masur, dem noch bis zum 28. Februar 2013 eine Sonderausstellung im Historisch-Technischem Museum Peenemünde gewidmet ist, zählt seit vielen Jahren zu den herausragenden Unterstützern des Usedomer Musikfestivals. Der erste Schirmherr dirigierte die Eröffnung der 19. Festivalsaison und wurde zum Ehrenschirmherrn des Usedomer Musikfestivals ernannt. Die gesellschaftlich, politisch engagierte und weltweit geschätzte Persönlichkeit setzt mit seinen Meisterkursen am geschichtsträchtigen Ort in Peenemünde Zeichen des Friedens. In einem Sonderkonzert (13.9.2013) dirigiert er gemeinsam mit Studierenden seines internationalen Meisterkurses zur Einstimmung auf die Festsaison das Baltic Youth Philharmonic in der ehemaligen Turbinenhalle in Peenemünde.


5. Usedomer Literaturtage 2013

Renommierte Schriftsteller, wie Tatjana Gräfin Dönhoff, Hellmuth Karasek, Tomasz Różycki und viele andere folgen vom 20. bis 24. März 2013 den großen Vorgängern auf der Insel Usedom. Zu den 5. Usedomer Literaturtagen zeichnen sie im Ambiente kaiserzeitlicher Hotels und Ateliers die literarischen Bilder der Nachbarn und tragen damit zur besseren Ergründung der eigenen Befindlichkeiten bei. Spannende Familienerzählungen und die Geschichten der Menschen, Orte und Regionen in der Mitte Europas im Wellengang der „großen“ Geschichte legen so nach und nach unbekannte und vergessene Facetten der mitteleuropäischen Nachbarschaft frei.
Damit bieten die 5. Usedomer Literaturtage auf dem polnischen und deutschen Teil der Insel vielfältige Einblicke in die neuesten Tendenzen der europäischen Literaturszene. Gestiftet von der Seetel Hotelgruppe und den Usedomer Literaturtagen wird am 24. März außerdem zum dritten Mal der Usedomer Literaturpreis verliehen. Die Auszeichnung ist ein weiteres Mittel, dem Europäischen Dialog verpflichtete Literatur sichtbar zu machen, ihre Autoren zu würdigen und Impulse für neues literarisches Schaffen zu geben.

Sommerkonzert 2013

Einen Vorgeschmack auf die Festsaison des 20. Usedomer Musikfestivals bietet das Sommerkonzert 2013. In Kooperation mit Europas größtem Festival für klassische Musik, dem Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF), findet bereits zum sechsten Mal das Sommerkonzert statt. Unter der Leitung des ehemaligen Intendanten des SHMF, Rolf Beck, wird der Schleswig-Holstein Festival Chor Lübeck am Sonntag, den 23.08.2013 um 20 Uhr im Kaiserbädersaal des Hotels »Maritim« in Seebad Heringsdorf den »Liebesliederwalzer« op. 52 von Johannes Brahms und Gioacchino Rossinis »Petite Messe solenelle« gemeinsam mit Sängern und Instrumentalisten aufführen."


Informationen und Karten zu weiteren Konzerten des Usedomer Musikfestivals sowie Kartenbuchungen wie immer unter 038378-34647.

Dienstag, 1. Januar 2013

Neujahrsgrüße für 2013

Allen USEDOM-Fahrern und alten und neuen Gästen der LOGGIA wünschen wir ein glückliches und vor allem gesundes Neues Jahr.
Wir tun dies mit einem Photo zweier original "Klinkhardt Glücksschweine", die uns über die Feiertage hier auf Usedom begleiten.
Es gab zwar dieses Weihnachten und Neujahr keinen Schnee, aber die Strandspaziergänge zwischen den Seebrücken haben ja bei jedem Wetter ihren Reiz. Insbesondere, wenn jetzt der Winzer-Glühwein in rot und weiss am Ende der Wanderung auf einen wartet.

Sonntag, 22. Juli 2012

Auf den Spuren der „Italienischen Reise 1786/88“ von Johann Wolfgang von Goethe

Graphitzeichnungen des Künstler Peter Flachmann sind zur Zeit im Museum Stiftung Hülsmann in Bielefeld ausgestellt. Seine Werke sind den Gästen der Art & Design Apartments bestens vertraut, begleiten sie uns ja in der LOGGIA schon lange in unserem Urlaub.
Das Museum Hülsmann schreibt zur Ausstellung: Seit Jahrhunderten zieht es den Nordeuropäer in südliche Gefilde. Besonders Italien entwickelte sich zum Ziel beispielloser Reiselust. Geschätzt werden dort die pittoreske Natur, das milde Klima und die sinnenfrohe Lebensart, vor allem aber eine dicht prominent besetzte Kulturlandschaft, die dazu geeignet ist, genauso den christlichen Pilger wie den antikenbegeisterten und kunsthistorischen „Wallfahrer“ anzusprechen. Mit bis heute ungebrochenem Zuspruch stellt Italien seit vielen Jahrhunderten ein dankbares Ziel für alle Bildungsreisende dar.
Johann Wolfgang von Goethe begab sich im September 1786 auf die Reise nach Italien. Ausgangspunkt war Karlsbad. Als Stationen seiner Reise begegnen unter anderem die Städte Verona, Venedig und Rom, ferner Pompeji, Neapel, die Inseln Capri und Sizilien. Seine Tagebuchaufzeichnungen von dieser Reise enden im Mai 1788. In überarbeiteter Form wurden sie schließlich 1816/17 als Buch herausgegeben.

Der Künstler Peter Flachmann hat sich von der Lektüre der Italienischen Reise auf besondere Weise inspirieren lassen. Während einer Reihe von Jahren suchte er die gleichen Orte auf wie seinerzeit der große deutsche Dichter. Das Ergebnis sind 28 grandiose Graphitzeichnungen im Gemäldeformat. Die mit Bedacht gewählten Perspektiven besitzen geradezu programmatischen Charakter. Eine spezielle Strichführung läßt zudem das flirrende Licht Italiens buchstäblich lebendig werden. Goethes sehr persönliche Kommentare werden den einzelnen Bildern zugeordnet erscheinen.

Zusätzlich ergänzen Aquarellskizzen von Peter Flachmann, als Vorstudien zu den Graphitzeichnungen, die Schau. Ebenso bieten die Sammlungen im Museum Huelsmann weiteres Material, um das Ausstellungsthema assoziativ und korrespondierend zu begleiten. Ein kulturhistorisch bedeutsames Thema soll hiermit nicht nur theoretisch, sondern gleichsam sinnlich erfahrbar gemacht werden.


Sonntag, 1. Januar 2012

Home Office in der LOGGIA

In der LOGGIA steht jetzt ein kleiner Büro Container aus Aluminium. Er erleichtert es die manchmal unabweislichen administrativen Arbeiten in der Ferien erledigen zu können, ohne daß man immer wieder an das Aufräumen erinnert werden muss.
Wenn die Arbeit erledigt ist, dann klappt man ihn einfach zu und "aus die Maus!"

Theodor Fontane und die Villa Hintze

Theodor Fontane beschreibt in seinen Kindheitserinnerungen "Meine Kinderjahre" wie er hinter der Villa Hintze in "Störtebeckers Kul" ("Störtebeckhöhle" auf der Karte genannt) spielte:
Das Kampieren im Freien war jedesmal ein unendlicher Genuß für mich. Wir hatten verschiedene Lagerstellen ... aber mehr noch liebten wir eine Waldstelle, nahe bei Heringsdorf, die »Störtebeckers Kul'« hieß. Dies war ein tiefes Loch, richtiger ein mächtiger Erdtrichter, drin der Seeräuber Störtebecker, der zu Anfang des 15. Jahrhunderts die Nord- und Ostsee beherrschte, mit seinen Leuten gelagert haben sollte. Gerade so wie wir jetzt. Das gab mir ein ungeheures Hochgefühl, Störtebecker und ich. Was mußte ich für ein Kerl sein! Störtebecker war schließlich in Hamburg hingerichtet worden, und zwar als letzter seiner Bande. Das war mir nun freilich ein sehr unangenehmer Gedanke. Weil es mir aber, alles in allem, doch auch wieder wenig wahrscheinlich war, daß ich der Hamburger Gerichtsbarkeit ausgeliefert werden würde, so sog ich mir aus dem Vergleich mit Störtebecker unentwegt allerhand süße Schauer. Die »Kule« war sehr tief und bis zu halber Höhe mit Laub vom vorigen und vorvorigen Jahre überdeckt. Da lag ich nun an der tiefsten Stelle, die wundervollen Buchen über mir, und hörte, wenn ich mich bewegte, das Rascheln des trockenen Laubes, und draußen rauschte das Meer. Es war zauberhaft. Nur meine Truppe verdroß mich beständig, denn jeder einzelne, mit seiner höchst zweifelhaften Räuberanlage, stellte mir die gewöhnlichste Prosa des Lebens wieder vor Augen. Mein jüngerer Bruder, gutmütig wie er war, nahm immer eine Bierkruke mit aufgelöstem und furchtbar schäumenden Lakritzensaft mit, was meine »Störtebeckerschen«, die sich davon einschenken ließen, »Met« nannten. Zugleich waren meines Bruders Taschen mit einer Unmenge von wurmstichigem Johannisbrot gefüllt, um das man sich, mit einer allerdings halben Räuberenergie, balgte. Mir widerstand das alles, und ich trank Quellwasser, das ich mit der flachen Hand schöpfte.
Ein Exemplar Theodor Fontanes "Meine Kinderjahre" liegt in der LOGGIA für die Gäste bereit. Ab Seite 205 geht es dort in der Störtebecker Höhle rund.

Montag, 21. März 2011

Das LOGGIA bekommt Übergewicht


Eine fatboy "buggle up" in Taupe hat sich in der LOGGIA breit gemacht. Durch seinen speziellen Bezug kann dieser fatboy gut auf der Loggia der LOGGIA genutzt werden.

Mittwoch, 5. Januar 2011

"Jeder Fisch ist anders" - meint Uwe

Aus der ehemals kleinen "Uwe's Fischhütte" ist mittlerweile ein ansehnlicher Restaurations-betrieb geworden. Wollen wir hoffen, dass die Qualität weiterhin so gut bleibt wie sie bis jetzt war.
Unabhängig davon ist seine Antwort auf die Frage legendär, welchen Fisch er denn heute empfehlen könne: "Das geht nicht, jeder Fisch ist anders" meinte Uwe nur. Und irgendwie hat er damit ja auch ein bischen Recht ...